3D Audio im Planetarium Jena
Ein Kuppelsystem für Stereo, Ambisonics und Object-Audio auf HOLOPLOT. Bedient über eine maßgeschneiderte iPad-Oberfläche.
Das Planetarium Jena spielt täglich unterschiedlichste Programme — klassische Sternenshows, Vorträge, Live-Musik, Multimedia-Konzerte. Jedes Format bringt einen eigenen Sound mit: mal klassisches Stereo, mal Dolby Atmos, mal ein natives immersives Objekt-Mix. Unsere Aufgabe: ein Audio-System bauen, das mit all diesen Formaten umgehen kann — und im täglichen Betrieb einfach zu bedienen bleibt.
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Die Herausforderung: viele Formate, ein Zielsystem
Immersive Audio ist heute nicht mehr ein Format, sondern ein Feld. Neben Stereo oder 5.1 landen im Planetarium Ambisonics-Aufnahmen, kanalbasierte Surround-Mixe, Dolby-Atmos-Bettungen und szenenbasierte Object-Audio-Produktionen. All das soll ohne Umbau auf demselben Lautsprechersystem — dem HOLOPLOT-Matrix-Array — laufen und dabei jeweils sein Potenzial entfalten.
3D-Audio-Integration mit SPAT Revolution
Als 3D-Audio-Renderer haben wir SPAT Revolution von FLUX:: gewählt — aus einem klaren Grund: Formatvielfalt. SPAT beherrscht Stereo, Kanal-Layouts von 5.1 bis 22.2, Ambisonics bis höhere Ordnungen, VBAP, Wellenfeldsynthese und objektbasiertes Rendering — alles in einer Engine. Damit lässt sich jedes eingehende Content-Format in kurzer Zeit auf das Zielsystem im Planetarium abbilden. Ein Atmos-Master läuft über die gleiche Kette wie eine Ambisonics-Feldaufnahme oder ein klassisches Stereo-Konzert — ohne dass man zwischen Rendern und Systemen händisch schaltet.
Das gibt dem Haus einen entscheidenden Vorteil: Es kann Programm annehmen, das anderswo nur auf einem sehr spezifischen Wiedergabesystem laufen würde — und aus dem gleichen Setup heraus auch eigene, komplett object-basierte Produktionen fahren.

Bedienung: eine maßgeschneiderte iPad-Oberfläche
Für uns ist eine nutzerfreundliche Steuerung genauso wichtig wie der Sound selbst. Ein technisch brillantes System, das im Alltag nicht bedienbar ist, verfehlt sein Ziel. Deshalb haben wir für das Planetarium Jena eine eigene iPad-Oberfläche entwickelt — genau auf das integrierte System zugeschnitten.

Ein Haus, das alles spielen kann — klassisches Konzert, Atmos-Show, Live-Set, native 3D-Produktion — aus einem System heraus.
Mehr als System-Design
Unsere Rolle endet nicht mit der Integration. Wir sind auch Produzenten: Wir passen bestehende Shows fürs Zielsystem an, mischen native 3D-Inhalte für die Kuppel und bauen Konzepte für neue Formate. Und wir sind Ansprechpartner für Live-Shows vor Ort — vom Soundcheck bis zur laufenden Betreuung.
Umgesetzt in enger Zusammenarbeit mit dem Nürnberger AV-Integrator PAVE und HOLOPLOT.